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Homepage erstellen lassen: Baukasten, Freelancer oder Agentur?
Drei Wege führen zur eigenen Website — und jeder hat seinen Preis, seine Stärken und seine Schattenseiten. Ein ehrlicher Vergleich, der auch den Einzelunternehmer-Weg nicht schönredet.
· von Jannik Jörns
„Soll ich das selbst mit einem Baukasten machen, jemanden freiberuflich beauftragen oder gleich zur Agentur gehen?" Diese Frage steht am Anfang fast jedes Website-Projekts. Es gibt darauf keine pauschal richtige Antwort — aber es gibt eine, die zu Ihrer Situation passt. Damit Sie die finden, vergleiche ich die drei Wege hier offen entlang der Punkte, die wirklich zählen: Kosten, Abhängigkeit, Tempo, Qualität, Ansprechpartner und die Frage, wem am Ende Code und Daten gehören. Und ja — ich bin selbst Einzelunternehmer, deshalb nenne ich auch die Nachteile dieses Wegs.
Der Baukasten: schnell, günstig, mit Haken
Anbieter wie Wix, Jimdo oder Squarespace sind verlockend: Sie zahlen einen kleinen Monatsbeitrag, ziehen Bausteine zusammen und sind am Wochenende online. Für eine erste, einfache Präsenz — etwa wenn Sie gerade gründen und nur erreichbar sein wollen — kann das ein vernünftiger Start sein. Ehrlich bleibt aber: Was günstig aussieht, hat einen Preis, der sich erst später zeigt.
- Laufende Miete statt Eigentum: Sie mieten die Website. Hören Sie auf zu zahlen, ist sie weg — Inhalte, Aufbau und oft auch die mühsam aufgebaute Sichtbarkeit.
- Vendor-Lock-in: Ein Umzug zu einem anderen Anbieter ist meist nicht oder nur mit viel Verlust möglich. Sie sitzen fest, auch wenn die Preise steigen.
- Begrenzte Individualität: Sie bleiben innerhalb der Vorlagen. Sobald Sie etwas wollen, das das System nicht vorsieht, stoßen Sie an eine Wand.
- Barrierefreiheit und DSGVO: Ob ein Baukasten WCAG 2.1 AA und das BFSG sauber erfüllt, haben Sie nicht in der Hand — und viele eingebundene Dienste laden Daten außerhalb der EU.
Die scheinbar niedrigen Monatskosten summieren sich über Jahre, und der eigentliche Wert — eine Website, die Ihnen gehört — entsteht dabei nicht. Mehr dazu, warum „billig" selten „günstig" ist, lesen Sie im Beitrag Was kostet eine Website in Kiel?.
Die Agentur: viel Apparat, viel Struktur
Eine klassische Agentur bringt ein ganzes Team mit: Projektleitung, Design, Entwicklung, manchmal eigene Texter und SEO-Fachleute. Für große Vorhaben mit vielen Beteiligten, Markenrichtlinien und Kampagnen kann das genau richtig sein — die Strukturen tragen Komplexität, die eine Einzelperson nicht stemmen würde.
Für ein kleines oder mittleres Unternehmen kippt dieser Vorteil aber schnell ins Gegenteil:
- Höhere Kosten: Das Team will bezahlt werden. Overhead, Projektmanagement und Vertrieb stecken im Preis — auch bei einem überschaubaren Projekt.
- Ansprechpartner-Kette: Sie reden mit der Projektleitung, die mit dem Design redet, das mit der Entwicklung redet. Jede Stufe kostet Zeit und birgt Missverständnisse.
- Wechselnde Köpfe: Wer Ihr Projekt tatsächlich umsetzt, lernen Sie oft nie kennen — und bei Personalwechsel geht Wissen über Ihre Website verloren.
- Kleine Kunden, kleine Priorität: Bei einer großen Agentur ist ein KMU-Auftrag selten das wichtigste Projekt im Haus.
Eine gute Agentur liefert solide Arbeit und klare Verträge — Code und Daten gehören dann in der Regel Ihnen. Die Frage ist eher, ob Sie für Ihr Vorhaben den ganzen Apparat brauchen oder dafür bezahlen, ohne ihn zu nutzen.
Der Freelancer: ein Ansprechpartner — mit zwei Gesichtern
Der Weg, den ich selbst gehe: Sie sprechen direkt mit der Person, die Ihre Website baut. Kein Apparat dazwischen, kurze Wege, individuelle Arbeit. Das hat handfeste Vorteile — aber ich wäre unehrlich, wenn ich Ihnen die Kehrseite verschweige.
Was dafür spricht:
- Ein Ansprechpartner: Sie erklären Ihr Vorhaben einmal — der gleiche Mensch denkt mit, baut und betreut. Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden werktags.
- Individuell statt Vorlage: Die Website passt zu Ihrem Betrieb, nicht zu einem Template — und sie gehört vollständig Ihnen, inklusive Domain, Inhalten und Code.
- Kein Vendor-Lock-in: EU-Hosting, kein Abo-Zwang. Sie können jederzeit umziehen, ohne wieder bei null anzufangen.
- Standard von Anfang an: DSGVO und Barrierefreiheit nach BFSG und WCAG 2.1 AA sind bei mir eingebaut, kein nachträglicher Aufpreis.
Was Sie ehrlich bedenken sollten:
- Eine Person hat Grenzen: Riesige Projekte mit Dutzenden parallelen Aufgaben sprengen den Rahmen einer Einzelperson — dafür ist ein Team die bessere Wahl.
- Kapazität und Verfügbarkeit: Bin ich im Urlaub oder krank, ist nicht sofort jemand da, der einspringt. Genau deshalb baue ich wartungsarm und dokumentiere sauber, damit niemand abhängig von mir allein ist.
- Sorgfalt bei der Auswahl: „Freelancer" ist keine geschützte Qualität. Schauen Sie auf echte Arbeitsproben, klare Verträge und darauf, dass Code und Daten Ihnen gehören — nicht auf Versprechen.
Diese Offenheit gehört für mich zur Markenstimme. Wer ich bin und wie ich arbeite, lesen Sie auf der Seite über Jannik.
Worauf es bei der Entscheidung wirklich ankommt
Statt „Wer ist am billigsten?" lohnen sich andere Fragen. Wem soll Ihre Website am Ende gehören — Ihnen oder dem Anbieter? Wie individuell muss sie sein? Wie wichtig ist Ihnen ein fester Ansprechpartner, der Ihr Geschäft versteht? Und wie schnell muss es gehen? Ein Baukasten ist in Stunden online, eine individuelle Website braucht Wochen — liefert dafür aber etwas Bleibendes. Wenn Datenhoheit, Barrierefreiheit und Unabhängigkeit zählen, fallen Baukästen meist heraus, und die Wahl steht zwischen einer fokussierten Einzelperson und einer Agentur mit Apparat.
Für wen welcher Weg passt
Baukasten
Wenn es nur erst einmal „da sein" soll
Sie gründen gerade, brauchen schnell eine einfache Online-Visitenkarte und haben weder Budget noch Anspruch auf Individualität — und nehmen die Abhängigkeit bewusst in Kauf.
Freelancer
Wenn Sie eine eigene, faire Website wollen
Sie sind ein kleines oder mittleres Unternehmen, wollen einen festen Ansprechpartner, eine individuelle Website, die Ihnen gehört, und legen Wert auf DSGVO, Barrierefreiheit und Unabhängigkeit.
Agentur
Wenn das Vorhaben groß und vielteilig ist
Sie haben ein umfangreiches Projekt mit vielen Beteiligten, laufenden Kampagnen und Markenrichtlinien und brauchen ein ganzes Team mit klar verteilten Rollen.
Häufige Fragen zum Vergleich
Ist ein Freelancer immer günstiger als eine Agentur?
Gehört mir die Website am Ende wirklich?
Was passiert, wenn der Freelancer einmal ausfällt?
Kann ich später vom Baukasten umsteigen?
So geht es weiter
Wenn Sie unsicher sind, welcher Weg zu Ihrem Vorhaben passt, klären wir das am besten im Gespräch. Einen Überblick, was ich konkret anbiete, geben die Leistungen; wie ein Projekt abläuft, lesen Sie unter Ablauf. Wer den Einzelunternehmer-Weg gehen möchte, findet alles zum Thema Website erstellen lassen in Kiel. Oder Sie schreiben mir direkt: Im kostenlosen Erstgespräch finden wir gemeinsam heraus, was für Sie wirklich sinnvoll ist — auch wenn das am Ende nicht der Weg über mich sein sollte.
Welcher Weg passt zu Ihrem Projekt?
Im kostenlosen Erstgespräch sortieren wir das ehrlich — ohne Verkaufsdruck, direkt mit der Person, die Ihre Website bauen würde.